29.02.2016

Rückblick der letzten Monate

geschrieben von

Ja wie geht’s mir hier in Laos?

Von der Arbeit her drücke ich es wie der Laote aus und sage: „so-so.“ Dies hat eine ähnliche Bedeutung wie in Deutschland und bedeutet: „Mal so, mal so oder geht so.“ Wie wahrscheinlich überall in der Arbeitswelt bringt die Arbeit Licht- und Schattenseiten.

Zu den Lichtblicken zählte bisher definitiv ein Motivationsworkshop in Sachen Materialarbeit. Diesen haben mein Kollege Deng und ich für das letzte Semester des Teacher-Training-Colleges gegeben. Der Workshop wurde innerhalb kürzester Zeit geplant und abgehalten. Dennoch nahm der gesamte Jahrgang (mehr als 160 Studenten) daran teil. Dabei hatten Sie sichtlich Spaß und Wissensdurst.

Außerdem waren Deng und ich in Thailand an einer Montessorischule, die nur sechs Stunden vom College entfernt liegt. Wir trafen auf eine Einrichtung mit sehr guten Bedingungen. Es gibt dort eine Krippe, zwei Kindergartengruppen und zwei Schulklassen. Sowohl im Kindergarten als auch in den Schulklassen herrschte ein rundum gutes Klima zum Lernen. Die Schule war dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen und so konnten wir eine Kooperation für die Zukunft schließen. Die Schule sagte zu, zukünftig Lehrer aus Luang Namtha zum Hospitieren zu begrüßen. Ein großer Erfolg, da dadurch die Lehrer die Möglichkeit bekommen, praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Material zu sammeln. Zudem können Sie beobachten wie Kinder und Lehrer auf freie Unterrichtsformen reagieren.

Toll waren Unterrichtseinheiten in Luang Namtha, bei denen aktiv und mit Material gearbeitet wurde. Diese Formen des Lehrens hatten sie in den vergangenen Workshops von Doris und dem TTC- Team kennengelernt. Dabei registrierte die Lehrerin gesteigerte Aufmerksamkeit und eine höhere Mitarbeitsbereitschaft von Seiten der Kinder.

Großartig ist auch das Engagement und der Arbeitswille eines Lehrers und guten Freundes meinerseits, der sogar in seiner Freizeit kostenfrei und regelmäßig Englischuntericht für die Kinder seines Dorfes anbietet. Ich versuche ihn wöchentlich zu unterstützen. Die Arbeit und der Austausch hierbei bieten mir großen Spaß - Motivation pur!

 

 

Schwierig für mich ist es, mit der hier vorhandenen Arbeitseinstellung zurecht zukommen. Sie unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland und deshalb muss ich viel von den Laoten lernen. Vielleicht lernen sie ja auch etwas von mir. Gelegentlich führt diese Differenz dann aber doch zu Frustrationen, da ich häufig keine klaren Aussagen erhalte und lange auf Terminvereinbarungen warten muss. Vereinbarungen zu erzielen kann schwierig sein, da dabei Versprechen abgegeben werden müssen und die Freundlichkeit gebietet es den Laoten, ja zu sagen. Die Folge daraus ist, dass Termine nicht stattfinden, ich versetzt oder vertröstet werde.

 

Ein Beispiel hierzu waren die Schulbesuche. Zu meinen Aufgaben bisher zählte, sich einen Eindruck über die umliegenden Dorfschulen zu verschaffen. Es ging darum mehr über die Lehrtechniken und die dortigen Rahmenbedingungen zu erfahren. Der Zeitrahmen, sich einen Überblick zu verschaffen, dauerte länger wie geplant. Wie gesagt, die Termine wurden nicht immer eingehalten. Alleine die Schulen zu besuchen ist schwierig, da ich nicht unbedingt verstehe was der Lehrer lehrt und deshalb einen Übersetzer bräuchte. Der andere kritische Punkt ist die Rückmeldung. Es ist schwierig, mit einem kleinen laotischen Wortschatz die beobachtete Situation passend zu beschreiben und Verbesserungsvorschläge anzubringen.

Zu den Schattenseiten zählt auch die Übersetzung. Wenn Doris und ich Erklärungen/ Anleitungen über Materialien auf Englisch niederschreiben müssen wir monatelang warten, um eine Übersetzung in der Landessprache zu erhalten.

Somit entsteht manchmal das Gefühl bei mir, dass wenig vorangeht.

 

Am schwersten zu ertragen ist jedoch die Pädagogik, die hier betrieben wird. „Wie gewinne ich die Aufmerksamkeit von Kindern?“; „Wie führe ich eine Gruppe?“; „Welche Bedürfnisse haben Kinder?“. Über diese Fragen wird offensichtlich nur wenig nachgedacht. Der Unterricht wird überwiegend von der ersten bis zur letzten Jahrgangsstufe im Monolog abgehalten. Der Lehrer spricht, die Schüler hören zu.

 

Auch die Ablenkung von der Arbeit gehört zu den Schattenseiten. Es passiert immer wieder, dass Mittags ab elf, zwölf Uhr gebechert wird. Hinterher bleibt die Arbeit dann liegen. Teilweise auch noch am nächsten Tag, da man einen „lazy day“ hat. Baw pen yang (Macht nichts, kein Problem) und Ngai Ngai Sabei Sabei (nimm es leicht) bekommt man dann zu hören. Gemeinschaft wird häufig mit Alkohol verbunden.

 

Mein soziales Umfeld

Die Menschen hier sind sehr offenherzig gegenüber ihren Mitmenschen und dies gilt auch für ihre Besucher. Sie staunen viel über die Falangs (Langnase, Franzose bzw. Ausländer) und machen daraus auch keinen Hehl. Wenn die Kinder einen Falang sehen, fangen sie das Kreischen an und laufen einem hinterher. Dies ist in den ländlichen Gebieten noch extremer. Ich konnte dies auf meiner großen Radtour Anfang November im tiefen Norden von Laos erleben.

Die Laoten sind hilfsbereit und aufmerksam. Ein super Beispiel war meine Housewarmingparty (Einweihungs- bzw. Einzugsfeier in mein Haus). Ich berichtete einem Kollegen von meinen Plänen und sofort hatte ich einen Manager an meiner Seite. Ich musste nur noch Ja oder Nein sagen und dass Geld zur Verfügung stellen. Einem Ausländer muss man schließlich helfen, der kennt sich kein bisschen aus und wird am Ende noch über den Tisch gezogen. Es wurden also Bierpreise für mich verhandelt, Marktpreise verglichen und Ratschläge erteilt. Als der Tag der Feier anstand wurde ich um halb sechs in der Früh abgeholt, um die besten Stücke vom Schwein und dass beste Gemüse auf dem Morgenmarkt zu bekommen. Am Abend brauchte ich nur meine Türe öffnen und fünf Nachbarn eroberten daraufhin mein Haus. Sie fingen ohne große Nachfrage das Kochen an. Am nächsten Tag beim Aufräumen war es das selbe Spiel. Tür öffnen und alle halfen.

Zu meinem Glück sind im überschaubaren Luang Namtha gleich drei deutsche Entwicklungshelfer im Einsatz. So kann ich in der Gemeinschaft deutsche Gewohnheiten pflegen. Wir sitzen schon mal bis tief in die Nacht hinein und lassen es uns bei Bratwurst und Kartoffelsalat gut gehen. Außerdem verfolgen wir die Bundesliga mit ziemlich guten Livestreams. Auch ein mir gleichgesinnter Sportsfreund befindet sich unter den Dreien und so werden an einem Samstag schon mal 130 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt oder durch den Dschungel marschiert. Wir haben eine Rivalität im Fußball aufkommen lassen. Seine Fima gegen das Teacher-Training- College. Wenn wir in Bestbesetzung antreten, hat seine Firma nicht den Hauch einer Chance ;D

 

Ich habe einen zwölftägigen Laotisch-Sprachkurs a drei Stunden pro Tag besucht und versuche seitdem mit der Sprache am Ball zu bleiben. Viele Dozenten am College sprechen Englisch. Ein Vor- und Nachteil, da ich häufiger in die mir mehr vertraute Sprache wechsle. Dennoch mache ich Fortschritte im Sprechen. Die Essenbestellung und mehr klappt auf jeden Fall ohne Probleme und die laotische Küche bietet viele Leckereien.

 

 

Mein Haus, welches ich bezogen habe, gefällt mir sehr gut. Ich wohne direkt am College und gegenüber den Dozenten die links in ihren Holz- und Blechbuden mit ihren Familien leben. Die Größe und der Zustand meines Hauses ist ziemlich unverschämt. Neid kommt jedoch nicht auf. Die einzige Aussage, die die Laoten tätigen, wenn sie mich besuchen kommen, ist, dass ich ein „long hair dictionary“ an meiner Seite bräuchte, um nicht zu vereinsamen. Ich habe drei geräumige Zimmer mit angrenzender Küche und Bad bezogen. Auch die Inneneinrichtung ist nach langem Suchen gelungen. Ich fühle mich richtig wohl.

 

Die Landschaft um Luang Namtha herum ist stark. L.N. ist in ein Reistal eingebettet, zwischen grünen Bergen und endlos blauen Himmel. Das Klima ist/ war toll. Seit dem Monat Dezember gibt es immer wieder fiese kalte Tage. Die Temperaturen standen zeitweise kurz über dem Gefrierpunkt, was eine Ausnahme für Laos darstellt. Hier ist nichts gedämmt und so saß ich mit Winterjacke, doppelten Pullis, doppelten Hosen und Socken im Büro. Jetzt dürfte es aber endgültig vorbei sein mit der Kälte.

Und jetzt wird es auch Zeit für den ersten Urlaub. Ab nach Thailand, der Sonne hinterher, ejo was geht!

Die Integration in die Projektarbeit am Teacher Training College ist etwas schwerfälliger als die soziale Einbindung.

Wir hätten uns mehr Zeit gewünscht, gemeinsam praktisch am Projekt zu arbeiten. Viel Energie floss in organisatorische Belange wie Diskussionen mit den Direktoren, Einrichten des Hauses, Finden von Zuständigkeiten, uneffektive Wartezeiten ....

Wir erstellten einen Plan für die ersten 2 Monate und vereinbarten die ersten Termine an 6 Demonstrationschools. Bastian wird diese 6 Grundschulen, die sich allesamt in der Nähe des Colleges befinden, in nächster Zeit regelmäßig besuchen.

Lehrer dieser Schulen haben in der Vergangenheit die Workshops, die ich mit den Dozenten abgehalten habe, besucht und Material hergestellt.
Der Vorstellungsbesuch von Bastian dient dem Ermitteln von Zuständigkeiten und Informationen.
Beim ersten offiziellen Besuch macht sich Bastian ein Bild von der Lage vor Ort. Darüber hinaus kann er diese Hospitation auch gut nutzen, etwas laotisch in der Grundschule zu lernen.
Beim zweiten Besuch ist die Aufgabenstellung zu eroieren, welche Materialien genutzt werden, welche Fragen offen sind und wo die Materialien gelagert sind; desweiteren ist eine weitere Hospitation geplant.

Beim dritten Besuch kann sich Bastian dann auf eine kleine Unterstützung in der Vermittlung des Lernstoffes über Materialarbeit vorbereiten und kleine Denkanstöße geben.

Bastian hat offiziell immer einen Dozenten oder Studenten dabei, der ihm beim Übersetzen hilft;  das ist mit dem Direktor abgesprochen.

 

Am Teacher Training College selbst gestaltet sich die Aufgabe die Bibliothek zu betreuen, kleine Workshops zu halten und die Dozenten zu unterstützen etwas schwieriger als gedacht.

Am meisten mangelt es zur Zeit an geeigneten zuverlässigen Dozenten, die die nötige Motivation haben, Dinge in Angriff zu nehmen und zu verändern. Leider gelang es uns nicht, ein Zeitkontingent von einem Dozenten als Partner fürs Projekt zu bekommen. Es bleibt schwierig ;-).
Aber wir bleiben dran. Wir waren nicht müde, immer wieder zu betonen, dass wir seitens der Dozenten und Lehrer konkrete Fragen zum Thema benötigen und uns als Vermittler von Informationen sehen. Die Fragen bleiben leider noch aus.


Erfreulich ist, dass Bastian ein Moped des Colleges nutzen darf. Das College befindet sich ja ca. 10 km außerhalb des Ortskerns von Luang Namtha. Einkaufen, Freunde treffen, der Weg zu den Grundschulen, vernünftige Internetanbindung, all dies fällt mit dem Moped natürlich viel leichter.

 

Bastian und ich telefonieren regelmäßig, als Diskussionsgrundlage dienen seine ausführlichen Wochenberichte.
Den nächsten Artikel hier auf unserem Projektblog "helfen-auf-reisen" wird wahrscheinlich Bastian schreiben, um persönlich von seinen Erfahrungen zu berichten.

Ich selbst freue mich schon sehr darauf.

 

10.12.2015

Integration

geschrieben von

Die soziale Integration ist eine der leichten Übungen unserer Projektarbeit.


Sowohl die Menschen vor Ort als auch Bastian sind wohl Musterbeispiele wie eine herzliche Aufnahme in einer fremden Kultur  gelingen kann.

Dass Bastian auch sehr neugierig und aufgeschlossen ist für alle kulinarischen Köstlichkeiten, macht mich fast ein wenig neidisch. Auch das berühmte "Feiern bei jeder Gelegenheit" der Laoten ist sehr hilfreich, um viele Menschen kennenzulernen.

In Luang Namtha gibt es eine kleine, überschaubare Gruppe von Ausländern, die für Hilfsorganisationen tätig sind, zu der jetzt auch Bastian zählt. Mit Rene und Christian war er in der 4. Woche auf einer Radtour unterwegs.
Wunderbare Bilder von der Tour gibt in der Galerie von Rene Rösler siehe link: Bastians erste Radtour in Laos (nicht verpassen).

 

 

Ein Traum ging für mich an meinem 50. Geburtstag in Erfüllung.

VIELEN DANK an alle, die dabei waren und mitgeholfen haben. Der Abend wird für mich unvergesslich sein; gleichzeitig war er sehr erfolgreich für das helfen-auf-reisen Projekt.

 

Wir erzielten an dem Abend einen Erlös von 2495,15 €.

Dazu kamen noch Überweisungen von 1733 €, die direkt dem Fest oder meinem Geburtstag zuzuordnen sind.

Ich habe als den Anteil für meinen 50. Geburtstagsfeier 2000 € dazugelegt.
Mit 2 tollen Bands, gutem Essen und Trinken, laotischen Köstlichkeiten , einer tollen Location, unzähligen Helfern und einem eigenen Organisationsteam bin ich bei über 200 Gästen günstig weggekommen ;-). No Comments!

SUMMA SUMMARUM ergibt das folgendes Ergebnis:

6228,15 € 

Vielen Dank noch mal an alle!




26.11.2015

Ein Haus am College

geschrieben von

Den Einzug und die Einrichtung des neuen Zuhauses von Bastian hatte ich zeitlich etwas unterschätzt.

In der ersten Woche haben wir uns im  Zuela Guesthouse einquartiert.
Ein Gespäch mit dem Direktor fand gleich in den ersten Tagen in Luang Namtha statt.
Er hatte sich im Juli bereit erklärt, für das freiwillige Jahr eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Neben den Studentenwohnheimen gibt es am Lehrercollege auch kleine Bambushütten für Dozenten, die am College arbeiten. Die Bambushütten stehen am Rande des Sportplatzes.

Im Gespräch mit Direktor Kamthon wurde klar, dass er sich nicht sicher ist, ob die Unterkunft "westlichen" Ansprüchen genügt und uns genehm sein würde. Das Haus ist eines der 4 ehemaligen Direktorenhäuser. Eins der 4 besten Häuser am Platz, aus "Stein", 2 Schlafzimmer, 1 Wohnraum, Küche und Bad. Was sollte uns da nicht genügen?

Also ging es zur Inspektion. Das Innenleben hat uns dann doch etwas überrascht.
Das Haus war eine Zeit lang unbewohnt und die minimale verbliebene Ausstattung war gewaltig abgewohnt.

Wir erklärten uns bereit, das Haus zu nehmen und nach unseren Vorstellungen herzurichten.

Frisch gestrichene Wände, einen sauberen Boden, dichte Moskitonetze, einen funktionsfähigen Abfluss, Betten, Tische, Stühle, eine Kochstelle, Geschirr, Kühlschrank, also eine komplette Grundausstattung musste organisiert werden.

Die "Grundreinigung" haben dann in 2 Stunden ca 30 Studenten vorgenommen. Bewaffnet hatten sie sich mit unglaublich viel Wasser, Strohbesen und ein paar Lappen. Der Anstrich wurde von 2 Dozenten ausgeführt, die nach den 2 Schlafzimmern etwas die Lust verloren hatten ....

Auf die Optik -  von Küche und Bad wird in Laos kulturell bedingt nicht so viel Wert gelegt. Ein frischer Anstrich in Bad und Küche stieß auf erstaunte Gesichter und Unverständis ....

Letztendlich hat alles fast 3 Wochen gedauert und wir waren viel mit Saubermachen, Renovieren und Organisieren beschäftigt.

Mir wurden neue Erlebnisse beschert und die Ekenntniss wie es sich anfühlt, ständig auf hilfsbereite Menschen angewiesen zu sein. Wir konnten uns schwer verständigen und die Zähigkeit mancher Verhandlungen schlug leicht auf die Stimmung. Wo findet man welchen Gegenstand und gibt es den hier überhaupt? Wer hat wann Zeit, wann ist der Pickup und der Fahrer vom College zur Verfügung, warum wird schon Abgesprochenes einfach wieder vergessen, hat man den richtigen Ansprechpartner.... die Liste ist sehr lang.
Ein Mensch in einem anderen Land mit anderen Sitten, Werteverständnis, ohne ausreichende Sprachkenntnisse, immer auf fremde Hilfe angewiesen .... das ist kein schöner Zustand. Wir bekamen gute Unterstützung vom College, das ist keine Frage. Aber trotzdem zog sich eine Suche nach einem einfachen Regal oder einem Hammer und Nagel zeitweise über Tage hin.

 

SCHÖN IST ES GEWORDEN!
Das einzige Haus am Platz mit warmer Dusche! Frisch gestrichen und einfach, aber nett eingerichtet, 2 Schlafzimmer, ein großer Gemeinschaftsraum, Kühlschrank, Gasherd ... und funktionierende Klimaanlagen für beide Zimmer.

Nach 4 Wochen konnten wir eine schöne Housewarming Party feiern und Bastians hat jetzt ein Zuhause am College.

 

Eine der letzten Einkäufe für das kleine Haus, laotisch Kurs mit den Nachbarn, eine neue Frisur, spielen mit den Nachbarskindern und eine private Grillparty bei Freunden und neuen Wegbegleitern. Das war das erste entspannte Wochenende hier am Campus und wir haben jede Minute genossen.

 

17.10.2015

Bericht 1 Woche Vientiane

geschrieben von

Neben dem geplanten Sprachunterricht, hat sich noch einiges ereignet.

Am Montag gab es einen großen Empfang der von der deutschen Botschaft ausgerichtet wurde.

Gefeiert wurde 25 Jahre Deutsche Einheit, im größten Hotel vor Ort. 800 Personen, hauptsächlich Menschen die auf ganz Laos verstreut arbeiten. Eine super Gelegenheit um neue Kontakte zu knüpfen. Bastian konnte so auch fast alle "Weltwärtsler" in Laos kennenlernen und Adressen austauschen. Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst der GIZ (http://www.weltwaerts.de). Im Moment sind es 10 junge Menschen, die wie Bastian ein Jahr hier im Land helfen.

In dieser Woche hatten wir auch eine Audienz in der Deutschen Botschaft. Der deutsche

Botschafter Herr Grau hat erfahren welche Aufgaben wir uns im Norden des Landes gesetzt haben. Jetzt wird Bastian zu allen Veranstaltungen der deutschen Community eingeladen.

Das Leben in Vientiane steht in einem krassen Gegensatz zu dem in Luang Namtha (helfen-auf-reisen Projektstandort).

Wir konnten einen Kontakt zur Vientiane International School (VIS) herstellen. Der Leiter der Grundschule ist neu und war 10 Jahre an der Frankonian International School = Die Schule vor der in Erlangen immer die Maibachs parken. Wie stark der Unterschied zu allen Schulen hier im Land ist, ist schwer vermittelbar. Wir fanden dort einen sehr interessierten Leiter und für das Projekt offene Lehrer vor. Besprochen wurde, dass wir eventuell Materialen die dort übrig sind bekommen, als auch, dass Bastian einmal mit den Dozenten des Colleges vorbeikommen kann.

Eine Lehrerin und der Direktor werden uns auch in Luang Namtha besuchen kommen. Am Wochenende gab es an der VIS eine Art Schulfest an dem wir Somboun und Bounmy die Schule zeigten und die 3 Männer Zorbfootball spielten, unglaublich.

Sabine und Gerhard haben Bastian bei sich aufgenommen und ich war bei Ingrid untergebracht, die als Entwicklungshelfer hier arbeiten. Wir wurden mit viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft aufgenommen.

Bastian konnte das Nachtleben von Vientane kennengelernen und am letzten Sonntag kochte Ingrid noch den letzten Schweinebraten.

1 Woche Vientiane war interessant aber es hat mir auch definitiv gereicht. Dort ist für mich vieles so unwirklich. Vernissagen, Zorbball, Empfänge an denen es Bratwürste mit Sauerkraut gibt, Kaffee und Kuchen, Wein und die vermeintliche Creme de la Creme. Wer diese Stadt nicht verlässt verpasst die Ursprünglichkeit des Lebens in Laos. Pläne die in Vientiane am Schreibtisch geplant werden, können manchmal im Land nicht umgesetzt werden.

Was mich dort anzieht sind die herzerwärmenden Kontakte und die interessanten und anregenden Gespräche mit Ingrid und Konsorten. Dafür und zum strukturierten Laotisch lernen kommt man an der Hauptstadt nicht vorbei.

 

03.10.2015

Angekommen in Vientiane

geschrieben von

München - Abu Dhabi

Abu Dhabi - Bangkok

Minivan- Bahnhof- Gepäckaufbewahrung -Ticketabholung für den Nachtzug -Tuk-Tuk - Kao San Road - Massage - Tempel - Taxisuche- Trafficjam - Fußmarsch zurück Bahnhof = 7 Stunden in Bangkok

Nachtzug nach Nong Khai - Tuk-Tuk - Visa - Friendshipbridge- Mini Van ..... und schon saßen wir beim Frühstück in Vientiane. Ingrid (eine Entwickliúngshelferin des Weltfriedensdienstes) bei der ich diese Woche wohnen werde hat es  liebevoll für uns zubereitet.

 

Es lief alles sehr zügig und wir sind mit allem Gepäck, etwas müde angekommen.

Bastian wohnt bei Gerhard und Sabine diese Woche. Sabine ist auch Entwicklungshelferin und arbeitet bei der GIZ.

 

Programm nächste Woche hier in der Hauptstadt:

3 Stunden intensiv Laotisch lernen und 2-3 Stunden pro Tag detaillierte Einführung ins Projekt, Einrichten der Technik, Mobilnetz, Internet, Software und Erarbeitung gemeinsamer Strukturen für gute Zusammenarbeit.

Am Montag Abend sind wir zum großen Empfang des deutschen Botschafters eingeladen, der uns kennenlernen will.

Mittwochs ist ein Treffen mit allen laotischen Projektmitarbeitern geplant die gerade in der Hauptstadt weilen und eine Übergabe von Stipendiengelder für eine laotische Studentin.

Organisation und finanzielle Untertützung für einen Sprachkurs "Englisch" für Somboun der zur Weiterbildung  in der Hauptstadt ist.

ansonsten - Aerobic am Mekong - Fußball mit Entwicklungshelfern - Letzte Einkäufe von Dingen die im Norden von Laos schwer zu finden sind .....

ANKOMMEN in Laos.

30.09.2015

Schön wars

geschrieben von

Das Benefizfest ist vorbei.
Bilder und ein kleiner Bericht folgen!

Bastian und ich werden jetzt erst mal nach Laos aufbrechen. Morgen früh gehts los und am 3. Oktober sollten wir Laos erreichen. Hier ist jetzt also wieder Platz für den aktuellen Reisebericht.

 

Abfahrt ist/war 8 Uhr in Lauf!

 

07.09.2015

Benefizfest für Laos

geschrieben von

Das Programm hier in einer Bildergalerie

 

 

Jetzt hoffen wir noch auch viele interessierte Gäste.

Eine Vorabanmeldung hilft uns noch ein wenig besser zu planen.
Aber auch ein spontaner Besuch ist willkommen.

 

Geplanter Zeitablauf:

18:30 Einlass

19:00 Begrüßung

19:05 Kugler und Waloschik

Virtuoses Gitarrenspiel trifft auf einen außergewöhnlichen Bass

19:35 Nach Laos geht es auf Gleis 3

Das Projekt Helfen-auf-Reisen in Geschichten und Bildern

20:20 Hans Hans Hans und Hans

Fränkische Kabarettmusik und kriminelle Lieder

20:40 Versteigerung

Vom Ausflug in den Wald bis zur Übernachtung in Laos

21:00 Kulturgruppe Laos

Wie klingt eine Khaen und wie hört sich Musik aus Laos an

21:15 Bierverkostung mit Michael Schmitt

BeerLao meets Wiethaler, begrenzte Teilnehmerzahl 

 

Durch den Abend führt Poetryslammer Maximilian Schulle

 

Flyer und kleine Plakate in A6, A5 und A4 gibt es hier zum Download . Einfach ausdrucken, weitergeben oder aufhängen.

Ich freue mich über möglichst viele interessierte offene Menschen.

DANKE FÜR DIE MITHILFE !!!!